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Geschichte


Es brauchte lange, um Licht ins Dunkel zu bringen


Die ersten Versuche, Licht in das nächtliche Dunkel Delmenhorsts zu bringen, liegen über 200 Jahre zurück. Die ersten Tranfunzeln und Gaslaternen mögen zwar auf den ersten Blick sehr romantisch wirken, für die Delmenhorster blieb ein nächtlicher Ausflug jedoch mit vielen Risiken behaftet. Anders heute, mit modernen Entladungslampen gut ausgeleuchtete Straßen, lassen die Nacht zum Tag werden.

Delmenhorster Straßenbeleuchtung
1793 Erster Beschluss des Magistrats zur "Gassenbeleuchtung"
Die Umsetzung des Beschlusses scheiterte an Geldmangel.
1823 Erste "Gassenbeleuchtung" in Delmenhorst.
1854 Delmenhorst hat jetzt zwölf Laternen zu zwei Scheinen und sechs Laternen zu drei Scheinen. Als Brennstoff diente Tran.
Die Lampen mit drei Scheinen beleuchteten mit dem dritten den Eingang zu einer Nebenstraße. Die Lampen brannten nur in Nächten ohne Mondschein und in den Sommermonaten überhaupt nicht.
1885 Die erste Gasleuchte wird in Delmenhorst in Betrieb genommen.
Das Gaswerk gehörte damals noch nicht der Stadt - es wird vereinbart, dass jede Lampe jährlich 1000 Stunden leuchten soll.
1907 Die Stadt übernimmt den Betrieb des Gaswerkes.
Der Gasverbrauch steigt in den Folgejahren rasch an, Ursache ist in erster Linie der Ausbau der Gasbeleuchtung.
1926 Delmenhorst verfügt inzwischen über 444 Gaslaternen.
1939 Delmenhorst hat mittlerweile 488 Gaslaternen und 128 elektrische Leuchten.
2. Weltkrieg Im doppelten Sinne dunkle Zeiten für Delmenhorst: Das Aus für die Straßenbeleuchtung.
1945 Die Zerstörungen durch den Krieg und die Mangelwirtschaft der Nachkriegszeit lassen keine Wiederinbetriebnahme der Straßenbeleuchtung zu.
1948 Zwölf Gaslaternen sind wieder in Betrieb.
1951 Ausbau auf 260 Gaslaternen und 54 elektrische Leuchten.
1958 Die ersten drei Ampeln werden in Delmenhorst installiert.
1959 Mit 797 Gasleuchten wird der Höchststand erreicht, gleichzeitig gibt es bereits 828 elektrische Leuchten.
1964 Umstellung auf Erdgas.
Das Ein- und Ausschalten der Straßenbeleuchtung erfolgte durch eine kurzfristige Druckanhebung im Netz. Der Erdgasbetrieb erforderte einen ständig gleich bleibenden Netzdruck. Damit war die zentrale Steuerung der Gasbeleuchtung unmöglich geworden.
1968 Ratsbeschluss zur vollständigen Umstellung auf elektrische Straßenbeleuchtung.
1970 Das letzte Gaslicht in der Schulstraße wird gelöscht.
2000 7.978 elektrische Leuchten erhellen die Delmenhorster Straßen. Der Stromverbrauch liegt bei ca. 3,5 Mio. kWh jährlich.